Schreibtherapie * Poesietherapie * Kunsttherapie

kreative medien in der gestaltarbeit

 

Gestalttherapeutische Lebensberatung als kreatives Verfahren

Gestalttherapie gehört zum Spektrum der kreativen Verfahren: in der gestalttherapeutischen Lebensberatung können unterschiedliche Medien angewendet werden, die sich am jeweiligen therapeutischen Prozess orientieren und die Auseinandersetzung und das Verständnis mit sich fördern können. Der Gebrauch kreativer Medien orientiert sich an den Bedürfnissen des Klienten oder der Klientin. Künstlerische Vorkenntnisse sind keine Voraussetzung für eine kreative Lebensberatung. Ich kann beispielsweise mit Elementen der Gesprächstherapie, Traumarbeit, der Körper- oder Kunsttherapie arbeiten, aber auch mit Anteilen der Maltherapie, Musik- oder Schreibtherapie sowie Poesietherapie. Zusammen können TherapeutIn und KlientIn alle Aspekte der menschlichen Erfahrung und Konflikte erforschen: Träume, Gefühle, Gedanken, Körperhaltungen und Bewegungen, Gestik und Mimik. Dabei wird versucht, langwährende oder unbefriedigende Muster oder auch eine depressive Krise besser zu verstehen, und mit neuen Formen des Kommunizierens zu experimentieren und die Selbstwahrnehmung zu fördern.

 

Über die Heilkraft der Sprache

Wer eine Krise oder Depression erlebt, kann leicht daran zweifeln, einen Ausweg zu finden. Therapeutisches Schreiben und Malen kann in diesen Situationen helfen: Schreibend und malend können wir auch schwierige Gefühle und unglückliche Erinnerungen ausdrücken. Und indem wir sie als Texte aufschreiben oder malen, plastisch festhalten, können wir uns mit ihnen auseinandersetzen und neue Perspektiven entwickeln.

Ein besonderer Vorteil des Schreibens und des kreativen Ausdrucks überhaupt besteht in unserer künstlerischen Freiheit. Beim Schreiben entscheiden wir selbst, was wir schreiben wollen, in welcher Form, aus welcher Perspektive und in welcher Intensität. Wir können eine ungewöhnliche Perspektive einnehmen, auch schwierige Ideen und Gefühle äußern, unsere Selbstwahrnehmung fördern und der Hoffnung eine Gestalt geben.

Die eigenen Gefühle ausdrücken zu können, öffnet uns für andere Menschen. Viele, die etwas Schreckliches erlebt haben, verschließen sich und ziehen sich zurück. Wer für sich selbst in der therapeutischen Arbeit mit kreativen Medien ein Narrativ gefunden hat, wer das Unsagbare doch sagen kann, der kann sich mitteilen, aus der Einsamkeit ausbrechen und Erfahrungen teilen.

Kunsttherapie/ Maltherapie:

Wege aus der Krise

Malen und Schreiben sind zwei der Techniken, die Menschen helfen, sich auszudrücken. Bei Erlebnissen, die emotional sehr aufwühlend und zugleich schwer begreifbar sind, kann Malen helfen, einen ersten passenden Ausdruck zu finden, der sich nicht an ästhetischen Kriterien orientiert, sondern daran, ob das Erlebte mit dem gemalten Ausdruck stimmig ist.

Dieser Ausdruck kann sich beispielsweise in farbigen Flächen, Strichen oder Kleksen verbidlichen.

Wichtig ist die Bedeutung, die dem Gemalten beigemessen wird. Versteht man die gemalten Bilder als Spiegel innerer Bilder, als eine zweite Übersetzung von Gefühlen, können diese in einem zweiten Schritt einen sprachlichen Ausdruck generieren. Die Vielschichtigkeit von Erfahrungen und Erlebnissen können besprochen werden und auch neue Blickwinkel entdeckt werden.

 

Bei weiteren Fragen oder Interesse an einem ersten Beratungsgespräch nehmen Sie gerne per Email oder telefonisch mit mir Kontakt auf.

"Das Glück ist die Veränderung die mit mir geschieht

wenn ich die Welt beschreibe

Sie geschieht mit der Welt

Das Glück ist die Veränderung die mit mir geschieht

wenn ich Angst habe

Sie geschieht mit der Welt

Ich kann z.B. Angst vor der Welt haben

Angst weil die Welt u.a. besteht

aus mir die ich so schnell vergehe

Das Glück ist diese Veränderung

das Glück ist, daß sie mit mir geschieht

diese Zersetzung langsame Trauer

diese Geborgenheit

in ihr bin ich ganz unruhig

in ihr bin ich ganz unüberschaubar stumm

in ihr bin ich taub und blind und dumm und ohne Gefühl

in ihr fange ich über die Welt zu fabulieren an"

(Aus: Inger Christensen: Scenen)