Nach Jahren des Forschens und Lehrens in London, Berlin und Jerusalem zog ich mit meiner Familie nach Deutschland und nahm meine Ausbildung zur Gestalttherapeutin am Hamburger Institut für Gestaltorientierte Weiterbildung (HIGW) wieder auf.

Beim Gestaltansatz fasziniert mich die Bedeutsamkeit von Begegnung und Kontakt und der mögliche Prozess der Veränderung hin zu einer kreativen Anpassung. Diese Ausrichtung kommt meinen kulturkritischen Interessen sehr nahe und meinem Wunsch, Menschen in ihrem Prozess zu begleiten. Meine Vorbildung und Vorkenntnisse korrespondieren dabei mit den vielseitigen Zugängen der Gestalttherapie: Auch die mögliche therapeutische Arbeit mit künstlerischen Ausdrucksformen entspricht meinem Anliegen, Erfahrungen in all ihrer Vielschichtigkeit zu verstehen und zusammen neue Perspektiven und kreative Lösungen für alte Probleme zu entwickeln. Die gestalttherapeutische Lebensberatung kann je nach Bedürfnis der KlientInnen und dem therapeutischen Prozess sehr facettenreich sein: Ich arbeite beispielsweise mit Elementen der Gesprächstherapie, Traumarbeit, der Körper- oder Kunsttherapie, Theatertherapie, Musik- oder Schreibtherapie sowie Poesietherapie.

Ich habe Literaturwissenschaft, Philosophie und Ästhetik/ Kulturwissenschaft in Berlin und an der Sussex University in Grossbritannien studiert, wo ich auch in Philosophie (Kritischer Theorie) promovierte. Nach künstlerischen Studien habe ich Ölbilder, Skulpturen und Videokunst ausgestellt und an einigen Dokumentarfilmen mitgearbeitet.

Ich war und bin als Mentorin an der Universität und für StipendiatInnen der Heinrich Böll Stiftung tätig. Ich habe Gestaltberatung in einem Kunstprojekt für Langzeitarbeitslose mit psychischen Belastungen angeboten. Zur Zeit nehme ich an einer Weiterbildung in gestalttherapeutischer Tanztherapie nach Anna Halprin teil und habe Lehraufträge am Department Arts & Change/ Kunst, Gesellschaft und Gesundheit der Medical School Hamburg und an der Leuphana Universität Lüneburg. 

 

 

Ausgewählte Publikationen

 

1. Monographien

 

"Poetik des Zwischenraumes. Zur sprachlichen Kulturkritik und physiognomischen Historizität am Beispiel von Walter Benjamin und ausgewählten Schriften seiner Zeit", Beiträge zur Neueren Literaturgeschichte, Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2010, 527 Seiten.

 

"Zynismus als literarische Denkfigur um 1800", gegenwärtiges Buchprojekt in Vorbereitung.

 

2. Herausgeberschaften

 

"Hannah Arendt. Werke und Nachlass. Kritische Gesamtausgabe, Vol. 5: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. 1. Teil: Antisemitismus/ Origins of Totalitarianism. Part One: Antisemitism", München: Fink, 2019 (in Vorbereitung).

 

"Aesthetic Theories of Catastrophe in Fin‐de‐Siècle", Sammelband mit Beiträgen u.a. von Elke Dubbels, Howard Caygill und Alexander Garcia Düttmann, 2017 (in Vorbereitung).

 

"The International Journal of the Arts in Society", vol. 4 ‘Transnationalism’, Victoria/ Australia 2009. (Mitherausgeberin)

 

 

3. Beiträge in Sammelwerken

 

„Image and Language Philosophies in Early Critical Theory“ in: Beverly Best/ Werner Bonefeld/ Chris O’Kane/ Neil Larsen (Hg.): Handbook of Frankfurt School Critical Theory. Vol. 2 Key Themes of the 20th Century. Culture and Aesthetics, Routledge 2016 (in Vorbereitung).

 

„On Linguistic Materiality. Literary Forms of Memory of/after the Shoah“ in: Ilit Ferber/Sabine Sander (Hg.): On the Intersection between Philosophy of Language and Political Theory. German-Jewish Thought between 18th-20th Centuries, Hentrich & Hentrich, Berlin 2015, S. 260-271.

 

„Translating Modernity. On Aniconism and Negative Aesthetics in German‐Jewish Thought“, in Hannah Ewence/ Helen Spurling (Hg.): Visualizing Jews through the Ages: Literary and Material Representations of Jewishness and Judaism, Routledge 2015, S. 199-211.

 

„Poetics of the Intrinsic. On Walter Benjamin’s Concept of Allegory“, in: Anke Bartels/Michael Schultze/Agata Stopinska (Hg.): Re/defining the matrix: Reflections on Time – Space – Agency, Frankfurt am Main 2006, S. 163–176.

 

 

4. Artikel in Zeitschriften

 

„Reconsidering Utopia. On the Entanglement of Mind and History“, in: Studies in Social and Political Thought, Vol. 18, 2010, S. 14-28. online pdf

 

„On Heartquake and Suburbia Hallucination: Israeli Palestinian Art Collaboration“, in: The International Journal of the Arts in Society, Vol. 4 ‚Transnationalism’, 2009, S. 197-202. online

 

 

5. Rezensionen

 

Rezension zu Steven E. Aschheims At the Edges of Liberalism. Junctions of European, German and Jewish History, Palgrave Studies in Cultural and Intellectual History, New York 2012, 273 pp., In: Jewish Culture and History (2013).

 

Rezension zu Peter Fenves The Messianic Reduction. Walter Benjamin and the Shape of Time.

Stanford UP, 2011. 310 pp., in: The German Quarterly, issue 86.1 (2013).

 

„On the Occasion of Linguistic Mimesis“, Rezensionsartikel zu Paul Reitter The Anti‐Journalist. Karl Kraus and Jewish Self‐Fashioning in Fin‐de‐Siècle Europe (Chicago und London, 2008) in: H‐Judaic, 2009.

 

„Spiel als paradoxes rauschendes Netzwerk“, Rezensionsartikel zu Natascha Adamowsky Spielfiguren in virtuellen Welten (Frankfurt/Main 2000), in: Querelles‐Net 9, 2003.

 

„Dramatikerinnen im 19. Jahrhundert“, Rezensionsartikel zu Heike Schmid: Gefallene Engel. Deutschsprachige Dramatikerinnen im ausgehenden 19. Jahrhundert (Saarbrücken 2000), in: Querelles‐Net 7, 2002.